Stationen

1970er. Erste Schritte in Bremen, ziemlich frühe Erkenntnis – laufende Bilder sind gut, da kann man sich mit beschäftigen.

1980er. Kindheit entlang der malerischen B432, bekennender Nostalgiker, Warmduscher, Soundtracksammler, Radfahrer, Nichtraucher. Blockbuster-Szenarien (knallhart getippt per Schreibmaschine). Wirklich erster Medienjob mit zwölf (Hamburger-Abendblatt-Zusteller). Fußballkarriere am Zenit beendet (SV Sülfeld, C-Jugend).

1990er. Lohnliste: Bundesbahn (Rangierarbeiter im Hamburger Hafen), ZDF (Kabelträger), Grundwehrdienst (Stube 124), Umschulung (Jedi-Ritter, halbe Stelle auf Endor), Zeitarbeitsdschungel (Fließbandpoet), Bundespost (Briefträger). Programmtexter (Ahrensburger Kinocenter), action concept (Teamautor, bezahltes Schreiben – geht doch).

2000er. Unterföhringer Medien-Molloch (United Visions-Redaktionsassi). Auf Nichtnominierung ins DFB-Team folgte Probetraining beim SV Schwindegg (wieder Rücken). TNT-Postzusteller, Videojournalist, KG Media Factory (Senior-Praktikant), neues Textmaterial (Kurzgeschichten, Essays, Sozialkritisches, Nerdiges). Von Erding nach Föhr: Insel-Bote (Lokalreporter, Zeitungsjunge), EisKally (Pfannkuchenschaukler). Leseabend und eBook: „Verdacht auf Spätzünder“. Hörbuch in Arbeit. Kann ja auch heiter werden.

Ich warte stets auf solche Anrufe:
„…würden Sie bitte die Realfilmversion von Feuerwehrmann Sam für uns drehen?“
„…oder irgendwas mit Geheimagenten, angesiedelt auf einer seltsamen Insel?“
„…sind Sie nicht der Terrence Malick der Hörspiel-Szene?“