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TESB-FanArtMovie

Ob es die Tauntauns nach dem Battle of Hoth dort wieder ruhiger haben? Mal nachschauen, Spurenlesen. Mit 47 den ersten STAR WARS-Fanfilm abliefern – crazy bis überfällig. Mein Favorit im Lucasfilm-Universum: THE EMPIRE STRIKES BACK (1980) von Irvin Kershner. Es passiert so vieles, die eigentlich schon vertrauten Figuren zeigen noch mehr. Yoda betritt erstmals die Bühne – kein Muppet. Jedi-Meister Yoda. Was für ein Risiko, Alles hätte dieser kleine Dagobah-Bewohner falsch und kaputt machen können. Thanks, Frank Oz! Den Kopfgeldjäger-Reigen brachte Episode V ebenfalls zu uns – Designkracher.

Ich kramte irgend welche Sachen zusammen, draussen lag noch Schnee (sehr gut), und marschierte los. Lawrence Kasdan begegnete mir unterwegs leider nicht – so geriet dieser Fanart-Dreh spektakulär-spontan. Die Kamera an Ästen befestigt, sollte schon meine Tauntaun-Herde ihren ersten Take absolvieren. Das antike Kenner-Tauntaun platzierte ich an diversen Stellen im Schnee – hier und da wurden Fußabdrücke genutzt, vermutlich waren es Karnickel. Separat gefilmt, hatte ich meinen VFX-Guru Henning „Pixel Knight“ Lüthje im Sinn, der dann hinterher aus einem Tauntaun sieben zaubern würde. Plus eben das zur Seite fallende Tier, aus der Original-TESB-Szene. Dank Lüthje bekam Schreiber auch endlich ein echtes Laserschwert in die Hände…

Die Regentrude

Planung: Märchenverfilmung – beruhend auf Theodor Storms „Die Regentrude“.

Mitte der 1970er Jahre produzierte die DEFA eine erste Verfilmung des Stoffs, welche ich damals als Dreikäsehoch nicht mitbekam. Es war die Zeit wo Erstes, Zweites und Regional geguckt wurde. DDR-Fernsehen war für Kinder aus 2061 Sülfeld eine ferne Galaxie.

„Die Regentrude“ – Theodor Storms Märchenwelt war phantastisch: Wir lauschten unserer verkratzten Hörspiel-Platte. Was für ein unheimlicher Gnom, dieser zündelnde Eckeneckepenn, seines Zeichens Feuermann! Hans Paetsch als Erzähler – legendärer Opa vieler Kinder, deren Plattenspieler rotierten. Während Umzugs-Chaos ging die Schallplatte einst verloren, doch „Die Regentrude“, mystisch-rustikal, ließ mich nie los. Unsere Musiktruhe, über deren Plattenteller wir einst in das Hörspiel hinein tauchten, war ein größeres Möbelstück und landete irgendwann beim Sperrmüll, fatal.

Im Hamburger Abendblatt wurde 1992 „Die Regentrude“ zweiseitig abgedruckt – mein Wiedersehen mit Storm. Ich tippte los, anfangs per mechanischer Schreibmaschine, etwas später via C-64-Tastatur: Seltsam, die alte Erzählung auf Röhrenbildschirm zu lesen – nun war „Die Regentrude“ mittels Textverarbeitungsprogramm auch in labbriger Diskette abgespeichert. 1994 wandte ich mich an den Goldmann-Verlag – auf Storms Vorlage basierend, wollte ich ein Drehbuch schreiben und zuvor Erlaubnis einholen. Wärmende Worte kamen mit dem Brief aus München: Klassiker-Texte seien frei – ich durfte.

Wichtig, von Beginn an: Storms Dialogsprache sollte nicht modernisiert werden. Die Idee, harte Lebensumstände der Menschen am Deich vor gut 160 Jahren in neuen Bildern zu zeigen, passte zur Story – natürlich würde Storms Originalwortlaut somit verändert, freundlich gesagt: erweitert. Das Landwirtschaftsmuseum Meldorf lieferte wertvolle Anmerkungen – speziell: Feldarbeit und Originalkulissen. Damalige Deiche waren bei weitem nicht sicher, ständig lebte man in Angst vor Katastrophen. Der Filmauftakt soll gefährlichen Kontrast zur Dürre zeigen: Die heftige Sturmflut.

Wie es so im Leben läuft – Weihnachten kam, der Sommer ging, und erneut stapelten sich Papierbögen, reihten sich Jahre aneinander. Am neuen Wohnort Föhr wurde ich in hinteren Winkeln einer antiken Festplatte fündig: Meine verschollene .doc-Datei, immer mal wieder bearbeitet, schlummerte dort – viel zu lange schon.

DIE UNENDLICHE GESCHICHTE (Regie: Wolfgang Petersen, 1984) und WILLOW (Regie: Ron Howard, 1988) – die Herzen beider Filme sind Ausblicke für das Projekt „Die Regentrude“. Jörg Steegmüllers eingespieltes Team von Steegmüller Sculptures & Creatures wird helfen, wundervolle Geschöpfe zum Leben zu erwecken. Am Ende wird kein reines Kinderfilmchen produziert. So viel wie möglich muss echtes Nordseewetter herrschen. Und mindestens in einer Filmminute werden wir Urheber Theodor Storm beim Verfassen der Geschichte sehen.